April 22

Wie gelingt ein harmonisches Wochenbett?

Und warum es so wichtig ist, bereits in der Schwangerschaft eine gute Arbeitsverteilung zu haben.

Das Wochenbett ist eine wunderschöne und absolut besondere Zeit. 8 Wochen, in denen man vor Glück platzen könnte, die einen emotional einmal Achterbahn fahren lassen und so besonders sind, dass es gut tut das Wochenbett vorzubereiten, im Vorfeld.

Mit der Geburt eures Kindes ändert sich so einiges, insbesondere eure eigene Rolle und eure Aufgabenbereiche, ob du es willst oder nicht da kommt ihr nicht drum herum!

Und da liegt heute mein Fokus, wer übernimmt im Wochenbett welche Aufgabe. Und danach.

Wer bekommt welches Stueck von der Torte

Ich liebe Torte, besonders Erdbeertorte, aber hier geht es um eine Haushaltsaufgaben-Torte und wer bekommt welches Stück?

Hierin erlebe ich, dass es überwiegend Frauen schwer fällt, zu akzeptieren, dass man nicht mehr alle Aufgaben übernehmen kann, die man sich vorher zugeschrieben hat. Aber genau das darf jetzt dran sein, Aufgaben auflisten, neu sortieren und abgeben können! Wie wäre es heute damit anzufangen?

In einer Familie gibt es immer 3 große Arbeitsposten für Eltern

01

Kinderbetreuung

02

Haushalt

03

Geldverdienen

Geldverdienen und Kinderbetreuung sind hier genau gleichwertig zu betrachten, wenn auch leider nicht gleich bezahlt. Der dritte große Posten Haushalt, darf nun realistisch, machbar und fair aufgeteilt werden, zwischen Mann und Frau.

Im Wochenbett, wird da ganz klar mehr als 50% der Aufgaben, auf den Mann zufallen und danach wird es sich langsam an eine 50/50 Aufteilung hinarbeiten. Das klingt doch nach einem gutem Plan! Oder?

Kinderbetreuung heißt nicht, dass es kinderleicht ist. Leider erwarten viele Frauen von sich, dass sie Kinderbetreuung und den gesamten Haushalt schaffen und da ist der Frust vorprogrammiert.

Vielleicht gibt es ein paar Tage, in denen dein Kind regelmäßig und zuverlässig schläft und auch deine Nächte absolut erholsam sind. Aber mal ehrlich, das ist eher die Seltenheit. Viel häufiger sehe ich, in Wochenbettzeit und auch danach, übermüdete Eltern, die sich von einer kleinen Baby-Schlafpause zur nächsten hangeln, in der Zeit versuchen den Haushalt zu wuppen und an eigene Erholung als letztes denken. Und am Ende vom Tag denken: Misst ich wollte das noch erledigen..., was habe ich eigentlich geschafft? ICH BRAUCHE EINE HAUSHALTSHILFE ( keine schlechte Idee! )

Du darfst dich fragen, wie möchtest du deine Wochenbett- und Elternzeit erleben und warum. Wie möchtest du dich zu Hause mit deinem Baby fühlen? Und wie kannst du das genau so erfahren? Ich weiß, dass ist nicht immer ganz einfach im Wochenbett und darum ist es auch bereits die Aufgabe für die Schwangerschaft.

Ich empfehle den Frauen im Wochenbett, dass sie in den ersten 3 Wochen, nicht zuständig sind für waschen, putzen, kochen und einkaufen und sich hierfür auch nicht zuständig fühlen.

Damit der Körper genügend Ruhezeiten finden kann, um sich zu regenerieren, für die Rückbildung, für eine gute Milchbildung und zur Schonung und Festigung des Beckenbodens.

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Hier geht es zur Vorbereitung von deinem Wochenbett

Dann fangen wir mal an! Fertige eine Liste an mit all den Dingen, die bei euch im Haushalt erledigt werden müssen, für diese Woche. Jetzt versucht ihr eure Aufgaben zu verteilen 50/50. Vielleicht wird dir jetzt erstmals bewusst, was so alles unter der Woche ansteht und welche Aufgaben du bisher selten, ungern oder nie machst. Dann seht ihr, in welche Aufgaben ihr in den nächsten Wochen reinwachsen wollt und in welchen Aufgaben ihr euch übt, sie abzugeben! Wichtig!!

Aufgaben sichtbar machen hilft dir im Wochenbett

Zu gerne sind die Aufgaben im Kopf, manchmal auch nur in einem Kopf und machen das Gefühl, immer muss ich an alles denken. Daher sucht euch eine App, auf die ihr beide Zugriff habt oder beklebt euren Kühlschrank, macht euch eine Post-it Tür.

Wer übernimmt was gerne, was kann auf dem Heimweg erledigt werden, was erledigen wir gemeinsam und wie erledigen wir die unliebsamen Dinge, es wird spannend. 

Im Notfall hilft Schnick, Schnack, Schnuck!Vielleicht übst du, für das Wochenbett, 5 leckere gesunde Gerichte zu kochen, du lernst das volle Potential deiner Waschmaschine kennen und warum Wäschesortieren Sinn macht und du merkst man kann auch anders den Boden wischen und er ist trotzdem sauber, ohne nach zu korrigieren! Ja das klingt nach schönen Klischees, leider nicht zu selten wahr!

Ich bin keine Hebamme, die den Männern, im Wochenbett, den Buhmann zuschieben will, im Gegenteil, die sind oft engagiert und wollen vieles übernehmen und schwups hat es die Frau schon vor ihnen erledigt. Liebe Frauen traut euren Männern was zu und lernt es zu akzeptieren, dass Männer anders kochen, putzen, waschen und einkaufen!

Generell gilt es, bereits in der Schwangerschaft Haushaltsaufgaben in kleine Päckchen zu packen und nicht mehr die gesamte Wohnung in einem Rutsch zu erledigen, denn mit Baby wird dir das auch erst mal nicht mehr gelingen. Das hilft dir ungemein, damit du im Wochenbett nicht frustriert bist und es genießen kannst. Dein Wochenbett darf eine Oase an Zeit sein, für Dinge die dir wichtig sind, Gelassenheit und ganz viel Kuschelzeit!

Mental load, der unterschätzte Stress im Kopf, von Dingen die erledigt werden müssen.

Eigentlich könnte das ein ganz eigener Blogartikel werden, aber es passt so gut zu der schon angefertigten Liste. Mental load beschreibt die Belastung, die durch das Organisieren von Alltagsaufgaben entsteht.

Was schenken wir deiner Mutter, wer holt das Geschenk, haben wir noch Geschenkpapier, die passende Karte organisieren und den Text verfassen.

An Kinderarzttermine denken, diese ausmachen und wahrnehmen

Passen die Kinderkleider noch, alte Kleider aussortieren, wegpacken, beschriften, neue Größe besorgen.

Wer muss wann wo abgeholt werden, wer isst was am liebsten und welche Unverträglichkeit hat welcher Freund.

Natürlich ist das nicht immer blöd und ist oft auch mit Freude verbunden. Die Belastung liegt in der Masse. Meistens sind es Frauen, die all diese Organisationsarbeit übernehmen, erst mal total gerne und dann wird es immer mehr und ZU VIEL!

Viele Frauen haben das Gefühl: Wenn ich es nicht mache passiert nichts, meine Arbeit wird gar nicht gesehen oder wertgeschätzt, warum denkt er da nicht dran? Wenn man Karusselltickets für Gedankenkarussells verkaufen könnte wären viele Frauen reich!! Aber diese Organisationsschleifen sind so anstrengend und wie angenehm wäre es, wenn sie einem nicht ständig durch den Kopf geistern würden. Wie gut wäre es auch diesen Bereich durch 2 zu teilen!

Was hat Mental load mit Wochenbett zu tun? 

Viel, hier fängt viel an und setzt sich fort. Wer hat den Windelvorrat im Kopf, wer denkt an die bevorstehenden Geburtstage, wer ruft beim Kinderarzt an? Welche Creme wird am besten vertragen? 

Hier kommt eure Aufgabe, natürlich fängt sie jetzt bereits in der Schwangerschaft an und hilft dir noch entspannter dein Wochenbett und deine Familienzeit zu erleben! Wie wäre es, wenn ihr euch jedes Wochenende zusammen setzt und ergänzt, zu euren Haushaltsaufgaben organisatorische Dinge die zu eurem Familienleben und Freundeskreis dazu gehören.

Meistens ist eine längerer Zeitspanne von 2-3 Wochen hilfreich, weil gewisse Dinge mehr Vorlaufzeit brauchen als eine Woche. Wie immer, teilt ihr sie 50/50 auf.

Und stell dir vor wie gut es tut, wenn man die Aufgabenliste nicht mehr im Kopf mit sich herum trägt. Sondern sie wird sichtbar, teilbar und es wird deutlich, was Alltagsorganisation bedeutet! Erledigtes kann abgehakt werden und auch das fühlt sich gut an.

Dies ist ein kleiner Auszug an Dingen, die demnächst anstehen könnten:

> Geburtstage und Geschenke

> Grußkarten, Dankeskarten

> Elterngeldanträge

> Kinderbetreuung

> Anmeldung für Kita, Tagesmutter

> welcher Kinderarzt

> Anmeldung Krankenkasse

> Geburtsvorbereitungskurs suchen und anmelden

> Impfpass suchen


Trau dich

Derjenige, der den Großteil der Elternzeit und Kinderbetreuung stemmt, hat den Vorteil, dass er zum Experten für das Kind wird, es auswendig kennt, es wunderbar lesen kann und mit schwierigen Situationen einfacher umgehen kann.

Um so wichtiger finde ich, dass Derjenige der mehr Zeit mit Geldverdienen verbringt sich trotzdem traut sein Baby zu trösten, auch wenn es länger dauert, sich die Zeit nimmt sein Baby in den Schlaf zu singen, auch wenn es länger dauert, und sich traut Unternehmungen alleine mit seinem Baby zu machen, auch wenn das erst mal ungewohnt ist. Die wichtige Gegenseite heißt Abgeben können, Vertrauen und dem anderen es Zutrauen. 

Du siehst, euer Wochenbett vorzubereiten, heißt viel mehr als sich mit Windeln, Binden und wenig Schlaf zu beschäftigen. Ich prahle lieber von meinem Mann, an was er alles gedacht hat, als mich zu ärgern, dass ich alles alleine im Kopf hatte. Also ran an die Listen, Stifte, Apps oder was euch am sympathischsten ist. Wie immer braucht es einige Zeit bis sich neue Muster in euer Leben integrieren. Man sagt es dauert 21 Tage. Daher rentiert es sich heute zu starten.

Und erzähle anderen Eltern von eurer Art, euch auf das Wochenbett vorzubereiten.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!

Nadja 

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Ich bin Hebamme Nadja Sköries, von Herzen freiberufliche Hebamme seit 2009. 

Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit braucht ExpertInnenwissen und Erfahrung. Und da wir alle mehr und mehr online unterwegs sind, gehört das Hebammenwissen und die -Erfahrung auch ins Netz. 

Daher findest du hier regelmäßig motivierende und inspirierende Blogartikel, damit Eltern und Babys in Vertrauen wachsen können. Reines Wissen reicht für die Geburtsvorbereitung nicht aus, daher findest du meine praktische Umsetzung hier.

In meinen Online-Kursen gebe ich mein Handwerkszeug weiter, damit Schwangeren und Paaren mit tiefem Vertrauen, positiv und voller Herzensgefühl ihre Geburt erleben zu können. Denn das Wunderwerk Geburt darf wundervoll sein.

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