Mai 2

Angst vor der Geburt.

Wie dir mentale Geburtsvorbereitung hilft, deine Angst in Vertrauen zu verwandeln.

Du bekommst dein erstes Kind und die Vorstellung einer natürlichen Geburt lässt Panik in dir aufsteigen. Oder deine vorherigen Geburten waren alles andere, als das was du dir vorgestellt hast und du suchst nach Methoden, um eine natürliche und freudvolle Geburt erleben zu dürfen.

Als Hebamme erlebe ich diese Sätze häufiger: "Ich weiß nicht, ob ich mir eine natürliche Geburt zutraue". " Ich habe Angst vor der Geburt".

Wer kennt das nicht, eine vollkommen neue Situation, du kennst dich mit der Aufgabe überhaupt nicht aus und an Tag X muss alles sitzen. Da macht sich unweigerlich Angst, Panik und Überforderung platz. Zum Glück sind wir Frauen 9 Monate schwanger und haben 9 Monate Zeit uns mit vielen Themen zu beschäftigen. Auch das Thema, wie möchte ich, dass mein Kind auf die Welt kommt. Und was bedeutet das für mich und mein Baby.

Ängste und Sorgen, in Bezug auf Geburt sind gut, wenn sie dir bewusst sind und du sie nicht in eine Schublade schiebst, die sich im Kreißsaal wieder öffnet. Wir können schlecht von heute auf morgen unsere Gefühlswelt umkrempeln, aber wenn du dich, deiner Angst stellst, dann hast du die Möglichkeit, deine Schwangerschaft vielfach positiver zu erleben. 

Und du kannst deine gelernte Methode, ein Leben lang anwenden, denn es gibt immer wieder Situationen, die wir gerne positiv verändern wollen, uns aber nicht so ganz trauen. Wie gut, dass du jetzt in der Schwangerschaft genau das lernen kannst.

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Geburt ist ein Tanz aus Anspannung und Ruhe

Dein Körper liebt und hasst deine Psyche, denn wenn wir Angst haben, dann reagiert dein Körper nach einen ganz primitiven Muster. Dein vegetatives Nervensystem aktiviert den Stress- und Notfallplan, den Sympatikus. Das bedeutet dein Körper macht sich physisch bereit für Angriff oder Flucht. Hierfür benötigt er Extra-Energie, die von allen nicht überlebenswichtigen Funktionen abgezogen wird, so dass jederzeit eine Flucht möglich wäre. Ein Körper in einem Angstzustand hat immer mehr Spannung und das ist für eine Geburt definitiv von Nachteil. Denn Geburten leben von einen guten Rhythmus aus Anspannung und Entspannung.

Natürlich ist eine Fluchtidee bei einer Geburt, mehr als Quatsch und kontraproduktiv, aber unser lieber Körper ist alt und weise und hat immer noch genau die gleichen Mechanismen, wie vor etlichen 1000 Jahren. Es ist immer das Gleiche wenn wir Angst haben, auch bei der Geburt.

Zusätzlich wird durch den Sympatikus, die Kontraktion der Gebärmutter erhöht und da haben wir den Salat, weniger Durchblutung der Eingeweide, aber mehr Kontraktion. Damit der Muttermund sich gut öffnen kann braucht es beides, Kontraktion und Entspannung. Kommt es zu mehr und mehr Spannung und immer weniger Entspannung, entstehen auch mehr Schmerzen und der Muttermund kann sich schlechter öffnen.

Somit wird sehr deutlich, dass Angst vor der Geburt, ein ganz schlechter Begleiter ist.


Das Beste, was du dir jetzt gönnen darfst ist ein Plan für deine Geburtsvorbereitung. Du darfst Woche für Woche mehr über Geburten verstehen, mehr Vertrauen in dich und deine Baby zu gewinnen und eine Methode zu finden, die dir hilft, dich positiv auf deine Geburt vorzubereiten.


1

Suche dir eine Hebamme vor Ort

3

Lies positive Geburtsberichte und schau dir an, was diesen Frauen geholfen hat.

4

Such dir eine Expertenquelle, ein Schwangerschaftsbuch, ein Hebammenpodcast, ein Hebammenblog...

5

bei Unsicherheiten, bitte keine Foren durchstöbern, sondern kontaktiere deine Hebamme oder Frauenärztin

6

such dir einen Geburtsvorbereitungskurs mit dem Fokus auf Mentaltraining

7

Überlege dir, wie es dir gehen würde, wenn du einen 1:1 Betreuung hättest und ob du vor Ort z.B. die Möglichkeit hast, von einer Beleghebamme zur Geburt begleitet werden kannst oder ob es ein Geburtshaus gibt ( wenn das Optionen sind, dann melde dich dort sobald als möglich)


Eine positive Geburtsvorbereitung ist der beste Weg, deiner Angst vor Geburt, zu begegnen


Ich halte Geburtsvorbereitung für sehr wichtig. Hierzu gehören verschiedene Aspekte, die ich werdende Eltern ans Herz lege. Was gehört zur klassischen Geburtsvorbereitung dazu? Natürlich kommen da erstmal die Infos. Alles was man erstmal, informativ einsortieren kann macht schon mal weniger Angst.

  • Anatomie des weiblichen Körpers
  • Ablauf einer Geburt
  • Wie fühlen sich Wehen an
  • Wann fahre ich zur Geburt in die Klinik/ Geburtshaus
  • Kliniktasche, was gehört hier rein
  • Umgang mit Schmerzen
  • Wochenbett vorbereiten
  • Die Stillzeit, Säuglingszeit
  • Die erste Zeit mit dem Baby

Und natürlich auch der praktische Teil in der Geburtsvorbereitung, definitiv kein Hächeln, aber viele Übungen, damit du gut vorbereitet in die Geburt gehst.

  • Atemübungen
  • Beckenbodenübungen
  • Entspannungstechniken
  • Mentaltraining

Für viele Paare hört nach dem Kurs, die Geburtsvorbereitung auf, frei nach dem Motto: Ich habe einen Kurs besucht, jetzt weiß ich Bescheid. Viele sind dann überrascht, dass Geburt doch viel intensiver und heftiger ist. Daraus kann folgen, dass sie sich während der Geburt überfordert und überrannt fühlen. Selbst ich als Hebamme, habe meine Gefühlswelt unterschätzt, die mich knallhart bei meiner ersten Geburt getroffen hat. Und bin bis heute so dankbar, dass ich eine 1:1 Betreuung hatte!

Durchaus können das phasenweise ganz normale Gefühle sein, die Frauen unter der Geburt erleben, aber je sicherer du deine Übungen kannst, umso besser kannst du, für dich und dein Baby, in einem guten Gleichgewicht sein, zwischen Anstrengung und Pause.

Ich würde dir immer raten, die Übungen aus deinem Geburtsvorbereitungskurs fortzuführen und sie 3-5x wöchentlich zu üben. Das hilft dir Sicherheit zu gewinnen, weil die Übung für dich dann ganz einfach wird und du sie auch unter Anstrengung abrufen kannst. Denn Geburtsvorbereitung nur auf der Infoebene reicht mir nicht aus, weil Babys bekommt man nicht durchs Verstehen von Abläufen.

Ab wann mit Entspannungsuebungen starten

Grundsätzlich empfehle allen Schwangeren, sich ab der 20. Schwangerschaftswoche, ein Entspannungsritual oder eine Entspannungsübung zu suchen, die du regelmäßig, sprich mehrmals wöchentlich anwendest.

Ich höre öfters den Satz: "So Entspannungsübungen sind nichts für mich." Umso wichtiger finde ich es, dass du dir in deiner Schwangerschaft, eine Entspannungsmethode suchst, die zu dir passt, um gut in die Ruhe zu kommen. Geburt ist ein ein Wechsel aus Anspannung und Entspannung. Diese Ruhepause willst du absolut nutzen, um Kraft und Energie zu sammeln und um dich zu motivieren. Und das mehr oder weniger auf Knopfdruck.

Natürlich gibt es Frauen, die einfach und schnell ohne viel Gedöns ihre Kinder bekommen, aber das ist die absolute Ausnahme. Davon kann ich als Hebamme nicht ausgehen, so sehr ich das Frauen und Babys auch wünsche. Damit du, gut vorbereitet bist für deine Geburt, kommst du um das Üben nicht drum herum. Das wäre so, als ob du keine Ausbildung machst, weil du davon ausgehst, dass du im Lotto gewinnen wirst.


Die unterschätze Kraft des Unbewussten

Geburten sind absolut emotional, auf vielen Ebenen. Hierfür hilft es, sich im Vorfeld, mit seinen Ängsten und Sorgen rund um Geburt, zu beschäftigen. Diese Ebene kommt im Geburtsvorbereitungskurs oft zu kurz, aber unsere Gefühle triggern unser Unterbewusstsein und das beeinflusst bis zu 90 % unseres Handelns.

Puh, das ist eine Menge. Daher ist es mein Ziel, dass dein Unbewusstes dich und dein Kind positiv unterstützt. Mit dem Unbewussten zu arbeiten ist ein enorm wichtiger Schatz, mit dem du lernen kannst, aktiv positiv für dich und mit dir zu arbeiten. Überlege einmal welche körperlichen Reaktionen du spüren kannst, wenn du an Geburt oder Wehen denkst. Das sind Reaktionen deines Unterbewusstseins. Sowie, wenn du an eine richtig saure Zitrone denkst und spüren kannst, dass sich dein Mund zusammen zieht. Oder wenn du dich in eine schöne warme Sauna träumst und merken kannst, wie deine Muskeln entspannen.

Unsere Erlebnisse und Erfahrungen prägen uns und unser Unterbewusstsein. Leider können wir nicht einfach schnippen und von jetzt auf gleich unser Denken und Fühlen verändern. 

Du kannst dein Unterbewusstes bildhaft vergleichen mit einem U-Boot und dein Verstand ist ein Speedboat. Wenn das Speedboat seine Richtung und Einstellung ändern will, reicht pure Willenskraft oder Motorkraft nicht aus, um das U-Boot zu einem Kurswechsel zu bewegen.

Wie kann man mit mentaler Geburtsvorbereitung, 

die Angst vor der Geburt angehen?

Ich arbeite in meinem Geburtsvorbereitungskurs - Weltenentdecker mit einer Methodenmischung aus Mentaltraining und Selbsthypnose-Übungen, damit Frauen lernen, ihre eigene Trance, für ihre Geburt zu nutzen. 

Unter der Geburt haben Frauen einen natürlichen und einfachen Zugang, um in Trance gehen zu können. Mit dieser Methode wird die eigene Trance unterstützt, vertieft und Frauen können in ihrer Trance bleiben. Dadurch können Schwangere sich vielfach besser entspannen, senden viele positive Signale an ihren Körper und ihr Baby. Zusätzlich kann sich in einer Trance die Wahrnehmung, wie sich Wehen anfühlen positiv verändern. Und deine Angst vor Geburt verfliegen lassen

Geburt braucht ein gutes Gleichgewicht aus Anspannung der Gebärmutter und Entspannung. Und es braucht gute Entspannungsphasen damit der Muttermund sich gut öffnen kann.

Eine mentale Geburtsvorbereitung und darüber eine Geburt in Hypnose hat viele positive Effekte, hier ein kleiner Auszug:

  • Stressreduktion
  • Schmerzreduktion
  • weniger Schmerzmittel kommen zum Einsatz
  • die erste Phase der Geburt ist oft verkürzt
  • Angstfreies Gebären
  • mehr Kraft und Ausdauer


Zusätzlich genießen Schwangere ihre Entspannungsübungen und erleben sie als eine Oase zum Kraft tanken und innige Bindung zu ihrem Baby. Wie wäre es, wenn durch Selbsthypnose-Übungen dein Grundgefühl für Geburt eine Mischung aus Freude, Vertrauen und tiefe Liebe ist. Das klingt nach einer sehr schönen Kombination.

Um mit dem Unterbewusstsein zu arbeiten und es auf deinen gewünschten Kurs zu bringen, nutze ich den Zustand der Trance, denn hier hast du die Möglichkeit Veränderungen leicht annehmen zu können. Genau hier, in einem angenehmen und tief entspannten Zustand, ist dein kritischer Faktor, dein wacher Geist, dein Verstand, weniger aktiv. Dadurch kannst du, auf wunderschöne Art und Weise, gewollte Veränderungen positiv gestalten und annehmen.

Was ist eine Trance und wie fühlt sich eine Selbsthypnose an?

Eine Trance ist ein natürlicher Zustand, den du mehrmals täglich im Alltag durchläufst, wenn du verträumt aus dem Fenster schaust, während du tagträumst, oder wenn du tief versunken ein gutes Buch liest oder eintauchst in einen spannenden Film. Du siehst jeder kann in Trance gehen, tatsächlich hast du einen Trancezustand auch kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen.

Es gibt verschiedene Trancetiefen. In der Geburtsvorbereitung arbeite ich mit einer Trancetiefe, die du dir vorstellen kannst, wie eine gute Entspannungsübung, in die du wunderbar und tief einsinken kannst.

Die Hypnose beschreibt den Weg in die Trance, demnach bedeutet die Selbsthypnose, dass du lernst, zielsicher und einfach in deine eigene Trance zu kommen. Und natürlich sind wir da wieder am Anfang, Übung macht den Meister oder nur Taten bringen Ergebnisse.

Selbsthypnose ist kein Zaubermittel, dass Schmerzfreiheit bei der Geburt verspricht, aber sie kann, dir die Angst vor der Geburt nehmen. Es ist ein wundervolles Werkzeug, dass du lernst zu nutzen, egal wo du dein Baby auf die Welt bringst.

Und das wichtigste, es geht nicht darum, nur eine natürliche Geburt ist eine gute Geburt oder wer kein Schmerzmittel braucht verdient sich eine Krone, sondern um dein Gefühl für die Geburt deines Kindes. Und das darf absolut positiv sein. Stell dir das mal vor! Egal wie deine Geburt verläuft, egal wo, voller Freude. 

Nehmen wir an, du stehst vor einer riesigen Aufgabe, du bist dir noch nicht sicher was du dafür alles brauchen wirst, aber es soll gut werden. Du hast jetzt Zeit in der universellen Werkstatt dich auszurüsten, würdest du wirkungsvolles Werkzeug liegen lassen oder lieber aus dem Vollen schöpfen?

Und los geht es mit der Umsetzung! Nutze den Motivationsschub jetzt! 

Ich freue mich für dich!

Nadja


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Ich bin Hebamme Nadja Sköries, von Herzen freiberufliche Hebamme seit 2009. 

Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit braucht ExpertInnenwissen und Erfahrung. Und da wir alle mehr und mehr online unterwegs sind, gehört das Hebammenwissen und die -Erfahrung auch ins Netz. 

Daher findest du hier regelmäßig motivierende und inspirierende Blogartikel, damit Eltern und Babys in Vertrauen wachsen können. Reines Wissen reicht für die Geburtsvorbereitung nicht aus, daher findest du meine praktische Umsetzung hier.

In meinen Online-Kursen gebe ich mein Handwerkszeug weiter, damit Schwangeren und Paaren mit tiefem Vertrauen, positiv und voller Herzensgefühl ihre Geburt erleben zu können. Denn das Wunderwerk Geburt darf wundervoll sein.

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Schwangerschaft und Geburt aktiv, selbstbestimmt und positiv erleben.

Mit Freude und sehr gut vorbereitet,

in deine neue Aufgabe wachsen: Elternsein

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